Fraunhofer IIS lizenziert LC3 Audiocodec-Software an Microsoft – Fraunhofer Audio Blog
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Fraunhofer IIS lizenziert LC3 Audiocodec-Software an Microsoft

Das Fraunhofer IIS freut sich, die Lizenzierung seiner LC3-Software-Implementierung an Microsoft Corp. bekannt zu geben.

LC3 (Low Complexity Communication Codec) ist der Audiocodec für Bluetooth LE Audio, eine neue Audioarchitektur, die die Leistung von Bluetooth Audio steigern soll – sowohl für Sprachanrufe als auch für die Medienwiedergabe einschließlich Musik.

Der Codec ist eine gemeinsame Entwicklung des Fraunhofer IIS und Ericsson. Er bietet eine hohe Sprach- und Audioqualität auch bei niedrigen Datenraten und überwindet damit wesentliche Mängel heutiger drahtloser Kommunikationsplattformen. Eine Reduzierung der erforderlichen Datenrate um etwa 50 Prozent im Vergleich zum bisher in Bluetooth verwendeten SBC-Codec ermöglicht energiesparende Audiodienste – und damit entweder eine Verlängerung der Batterielebensdauer der Produkte oder die Entwicklung kleinerer Geräte. Die Komplexität des Codecs erfüllt die Anforderungen von drahtlosen Kommunikationsplattformen und arbeitet mit geringer Latenz und geringem Speicherbedarf. Dank des flexiblen Codec-Designs sind Anwendungen nicht auf Sprachdienste beschränkt, sondern können durch die Implementierung des LC3plus-Supersets auf hochauflösendes Musikstreaming erweitert werden.

„Wir freuen uns sehr, dass Microsoft sich entschieden hat, unsere LC3-Implementierung zu lizenzieren. Die Menge der Anfragen, die wir für LC3 und LC3plus erhalten, beweist, dass die Nachfrage der Industrie nach dieser Lösung mit geringer Komplexität, niedrigem Energieverbrauch und optimierter Audioqualität bereits vor der endgültigen Annahme durch Bluetooth SIG überwältigend ist“, so Manfred Lutzky, Leiter der Abteilung Audio für Kommunikationsanwendungen am Fraunhofer IIS.

Hinsichtlich der problemlosen Implementierung des LC3-Codecs sagte Rico Malvar, Distinguished Engineer bei Microsoft: „LC3 ist unkomplizierter bei der Berechnung, den Speicherpuffern, der Datenstrukturverwaltung usw., als wesentlich komplexere Codecs wie mp3.“

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