Logitech integriert den LC3plus-Audiocodec von Fraunhofer in seine neuesten kabellosen Gaming-Headsets. Dadurch werden eine äußerst geringe Latenz, eine höhere Robustheit und eine konsistente Leistung bei Echtzeitanwendungen ermöglicht.
Logitech, ein führender Hersteller softwaregestützter Hardwarelösungen, hat LC3plus für zwei seiner neuesten kabellosen Gaming-Headsets (G522 LIGHTSPEED und Astro X Lightspeed) ausgewählt. Beide Modelle sind mit der kabellosen LIGHTSPEED-Technologie ausgestattet und setzen auf hohe Leistung, schnelle Reaktionszeiten und immersiven Gaming-Sound.
Warum geringe Latenz bei Gaming-Audio entscheidend ist
Der Einsatz von LC3plus in den neuesten Gaming-Headsets von Logitech verdeutlicht einen übergeordneten Trend: Drahtlose Audiosysteme werden zunehmend für interaktive Anwendungen statt für den rein passiven Konsum optimiert.
Die Latenz ist längst nicht mehr nur eine technische Kennzahl, sondern ein zentraler Gestaltungsparameter moderner drahtloser Audiosysteme.
Derzeit ist LC3plus der einzige Audiocodec eines offenen Standards, der extrem niedrige Latenz und hochwertigen Klang mit einer flexiblen Implementierung vereint. Der offene Standard bietet Herstellern Flexibilität bei der Implementierung und unterstützt zugleich die Interoperabilität zwischen unterschiedlichen Systemarchitekturen.
Äußerst geringe Latenz ermöglichen
LC3plus unterstützt Framelängen von bis zu 1,25 ms und ermöglicht damit abhängig von der jeweiligen Systemimplementierung Ende-zu-Ende-Latenzen von etwa 7 ms. Darüber hinaus unterstützt LC3plus Mehrkanal-Audiokonfigurationen, die zunehmend in Spielen eingesetzt werden, um die räumliche Wahrnehmung zu verbessern.
Kompensation von Paketverlusten bei strengen Latenzanforderungen
Gaming-Setups werden häufig in anspruchsvollen Funkumgebungen betrieben, in denen sich mehrere drahtlose Geräte dasselbe Frequenzspektrum teilen. Unter diesen Bedingungen können Paketverluste und erneute Übertragungen die wahrgenommene Audioqualität erheblich beeinträchtigen.
LC3plus löst dieses Problem mit fortschrittlichen Mechanismen zur Kompensation von Paketverlusten, dem sogenannten Advanced Packet Loss Concealment (PLC). Diese sollen Übertragungsfehler kaschieren, ohne zusätzliche Verzögerungen zu verursachen.
„Gaming gehört zu den Anwendungsbereichen, in denen die technischen Stärken von LC3plus besonders deutlich zur Geltung kommen“, sagt Manfred Lutzky, Leiter der Abteilung Audio for Communications am Fraunhofer IIS. „Die Unterstützung sehr kleiner Framelängen ermöglicht es Systementwicklern, äußerst geringe Ende-zu-Ende-Latenzen zu erreichen. In Verbindung mit der fortschrittlichen Kompensation von Paketverlusten eignet sich der Codec daher besonders gut für anspruchsvolle, latenzkritische drahtlose Audioprodukte.“
