{"id":7430,"date":"2022-03-23T12:43:51","date_gmt":"2022-03-23T10:43:51","guid":{"rendered":"https:\/\/websites.fraunhofer.de\/audioblog\/?p=7430"},"modified":"2022-03-23T17:03:10","modified_gmt":"2022-03-23T15:03:10","slug":"neuauflage-tutorial-aes","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.audioblog.iis.fraunhofer.com\/de\/neuauflage-tutorial-aes","title":{"rendered":"Neu aufgelegtes AES-Tutorial hilft beim Erkennen von Codierungs-Artefakten"},"content":{"rendered":"<p><strong>Fraunhofer unterst\u00fctzt das AES Technical Committee bei der Neuauflage des Tutorials \u201cPerceptual Audio Coders: What To Listen For\u201d. Auf Basis klassischen Schulungsmaterials entstand ein zeitgem\u00e4\u00dfes Tutorial, das beim Erkennen von Codierungs-Artefakten unterst\u00fctzt.<\/strong><\/p>\n<p><!--more-->Das Ph\u00e4nomen der Audio-Artefakte ist so alt wie die Tontechnik selbst. Sie reichen von Rauschen und harmonischen Verzerrungen in den Tagen der Analogtechnik bis hin zu Aliasing, Demaskierung und so genannten Birdies im digitalen Zeitalter \u2013 um nur einige zu nennen. Die meisten dieser Effekte entstehen durch die vielf\u00e4ltigen Audiokompressionsverfahren, die in den heutigen Kommunikations- und Unterhaltungstechnologien allgegenw\u00e4rtig sind. Und da die Zahl der verf\u00fcgbaren Codecs ebenso zunimmt wie die Komplexit\u00e4t der Arbeitsabl\u00e4ufe, wird es \u2013 vor allem f\u00fcr das unge\u00fcbte Ohr \u2013 immer schwieriger zu erkennen, woher die unerw\u00fcnschten Klangverf\u00e4rbungen kommen, die das H\u00f6rerlebnis tr\u00fcben.<\/p>\n<p>Als Pioniere auf dem Gebiet der Audiotechnik und insbesondere der Audiodatenkompression haben die Forschenden des Fraunhofer IIS eine lange Tradition in der erfolgreichen und systematischen Bek\u00e4mpfung solcher Effekte. Ihre Erkenntnisse flossen in ein Schulungsprojekt in Zusammenarbeit mit dem &#8222;AES Technical Committee on Coding of Audio Signals&#8220; ein. Dieses erschien urspr\u00fcnglich vor etwa 20 Jahren als CD-ROM. Bei der Aktualisierung der Inhalte um Artefakte aus den neuesten Codierungstechniken beschlossen die Mitwirkenden, das gesamte Projekt auf eine HTML5-Basis zu migrieren \u2013 ganz im Interesse zeitgem\u00e4\u00dfer Nutzungsgewohnheiten und der Web-Kompatibilit\u00e4t. Die neue Version ist ein leicht verst\u00e4ndliches Tutorial, das den Nutzenden hilft, zu erkennen, ob und \u2013 falls vorhanden \u2013 welches Problem sie in ihren aktuellen Projekten haben. Denn oft ist das korrekte Identifizieren des akustischen Symptoms der erste Schritt zu seiner Beseitigung. Davon profitieren nicht nur Ingenieure, sondern alle Arten von kritischen H\u00f6rerinnen und H\u00f6rern, wie z. B. Kreative, denen sie hilft, \u00fcber die gesamte Produktionskette hinweg h\u00f6chste Audioqualit\u00e4t zu gew\u00e4hrleisten, oder auch Verbraucherinnen und Verbraucher, die so fundierte Entscheidungen \u00fcber bevorzugte Audiocodecs und Bitraten treffen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>&#8222;Dieses Trainingstool deckt praktisch das gesamte Spektrum an Ph\u00e4nomenen ab, die uns in Audiocodierungsprojekten begegnen, genauso wie deren Hintergr\u00fcnde: von Pre-Echo und Sprachverhallung bis hin zu beeintr\u00e4chtigter Stereoortung und Sprachcodierung \u2013 und alles dazwischen&#8220;, sagt J\u00fcrgen Herre, Chief Executive Scientist des Bereichs Audio und Medientechnologien des Fraunhofer IIS, Leiter der Gruppe Advanced Audio Research an den International Audio Laboratories Erlangen (AudioLabs) und Vorsitzender des AES Technical Committee on Audio Coding.<\/p>\n<p>Die klar strukturierten Erkl\u00e4rungen wurden um zahlreiche sorgf\u00e4ltig ausgew\u00e4hlte Klangbeispiele erg\u00e4nzt, die die einzelnen Ph\u00e4nomene anschaulich illustrieren: &#8222;Wir haben gro\u00dfen Wert auf die Auswahl des richtigen Materials gelegt, um den Nutzenden ein einfach zu bedienendes Werkzeug zur schnellen und effizienten Identifizierung und Bek\u00e4mpfung von Audioartefakten in der t\u00e4glichen Praxis an die Hand zu geben&#8220;, sagt Sascha Dick, Mitautor des Tutorials, Doktorand an den AudioLabs und ehemaliges Mitglied der High Quality Audio Coding Gruppe am Fraunhofer IIS.<\/p>\n<p>Derzeit ist das Tutorial nur f\u00fcr AES-Mitglieder kostenlos \u00fcber die AES-Website verf\u00fcgbar. F\u00fcr die n\u00e4here Zukunft sind sowohl eine Offline-Version als auch ein kostenpflichtiger Zugang f\u00fcr Nicht-Mitglieder geplant.<\/p>\n<p>Titelbild: \u00a9 Gorodenkoff \u2013 stock.adobe.com \/ Fraunhofer IIS<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fraunhofer unterst\u00fctzt das AES Technical Committee bei der Neuauflage des Tutorials \u201cPerceptual Audio Coders: What To Listen For\u201d. 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