{"id":7240,"date":"2021-11-19T15:08:00","date_gmt":"2021-11-19T13:08:00","guid":{"rendered":"https:\/\/websites.fraunhofer.de\/audioblog\/?p=7240"},"modified":"2021-12-03T17:55:19","modified_gmt":"2021-12-03T15:55:19","slug":"funklust-drm-kurzwelle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.audioblog.iis.fraunhofer.com\/de\/funklust-drm-kurzwelle","title":{"rendered":"funklust sendet in DRM \u00fcber Kurzwelle"},"content":{"rendered":"<p><strong>Die Campusmedien funklust an der Friedrich-Alexander-Universit\u00e4t Erlangen-N\u00fcrnberg d\u00fcrften weltweit zu den Radiosendern mit den vielf\u00e4ltigsten \u00dcbertragungswegen z\u00e4hlen. Vor kurzem hat einer der digitalen Sendewege eine Verj\u00fcngungskur bekommen: funklust in Digital Radio Mondiale (DRM) \u00fcber Kurzwelle ist jetzt mit neuem, modernem Sender on-air.<\/strong><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Im Sommer 2003 ging funklust (damals noch unter dem Namen bit eXpress) mit einem Telefunken Sender das erste Mal digital \u00fcber Kurzwelle (KW) auf Sendung. Im Jahr 2013 begann dann auch die \u00dcbertragung via DRM im UKW Band &#8211; womit funklust weltweit zu den ersten ausgestrahlten Radioprogrammen von DRM im UKW Band geh\u00f6rte. Nun wurde das komplette Sendeequipment f\u00fcr DRM \u00fcber Kurzwelle modernisiert und seit Oktober 2021 sendet funklust mit nagelneuer Ausstattung. \u00a0Zur Aussendung des Programms wird ein Fraunhofer ContentServer R7 genutzt, der es erm\u00f6glicht, Audioinhalte und attraktive Datendienste wie Journaline, TextMessage+ (TM+) oder auch Emergency Warning Functionality (EWF), problemlos auf Sendung zu bringen. Der funklust-Sender arbeitet mit einer mittleren Sendeleistung von 250 Watt auf der Sendefrequenz 15,785 MHz. Die bereits eingegangenen Empfangsberichte best\u00e4tigen, dass das Programm nicht nur in Deutschland, sondern auch in Russland, USA, Norwegen, Finnland und Neuseeland empfangen werden kann.<\/p>\n<p>Zum Empfang von DRM-Sendungen ist seit kurzem nicht mal mehr ein dediziertes Radioger\u00e4t notwendig. Starwaves, ein Entwickler von DRM Empf\u00e4ngerl\u00f6sungen, hat in enger Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer IIS eine Android-App entwickelt, mit der DRM-Empfang auf mobilen Ger\u00e4ten m\u00f6glich wird. Die Starwaves Radio-App ist im Google Play-Store und im Amazon App-Store verf\u00fcgbar und versorgt Android-Handys und -Tablets mit Unterhaltung, Textinformationen und Notfall-Warnmeldungen \u00fcber DRM Digitalradio \u2013 ganz ohne Vertragszwang, unabh\u00e4ngig vom Mobilfunknetz und basierend auf innovativer Fraunhofer-Technologie.<\/p>\n<p><strong>\u00dcber Digital Radio Mondiale<\/strong><\/p>\n<p>Digital Radio Mondiale \u2013 kurz DRM \u2013 ist der digitale Nachfolger des klassischen AM- und FM-Rundfunks. Der DRM-Standard umfasst zwei Hauptkonfigurationen: Eine ist f\u00fcr Sendungen auf Kurz-, Mittel- und Langwelle bis 30 MHz vorgesehen und bietet gro\u00dfe Versorgungsgebiete und einen geringen Stromverbrauch mit Diensten in besserer Qualit\u00e4t als FM. Die Konfiguration f\u00fcr die VHF-B\u00e4nder \u00fcber 30 MHz einschlie\u00dflich des UKW-Bandes ist auf die lokale und regionale Abdeckung mit sendergesteuerten \u00dcbertragungen zugeschnitten und bietet Stereodienste bis hin zu Surround Sound. Alle DRM-Konfigurationen setzen den ma\u00dfgeblich vom Fraunhofer IIS entwickelten xHE-AAC Audiocodec ein. DRM bietet eine hohe Audioqualit\u00e4t in Kombination mit einer F\u00fclle von erweiterten Funktionen und Datendiensten. Dazu z\u00e4hlt z.B. Journaline, der Videotext f\u00fcr das Radio, \u00fcber den Radioh\u00f6rer Zugriff auf Nachrichten, aktuelle Sportergebnisse, Wettervorhersagen, Reisetipps und sogar Radio-Schooling-Angebote erhalten \u2013 ganz ohne Internet.<\/p>\n<p><strong>Die Campusmedien<\/strong> <strong>funklust<\/strong><\/p>\n<p>Urspr\u00fcnglich als kleine Experimentierstation mit wenigen Mitarbeitern und vereinzelten Sendungen geplant, entwickelte sich das Projekt\u00a0\u00fcber die Jahre zu einem 24\/7 Radio-Vollprogramm. Im normalen Radiobetrieb arbeiten semester\u00fcbergreifend \u00fcber 30 ehrenamtliche Studierende und Alumni des funklust e.V. an einem vielseitigen Programm. In einem umfassenden Ausbildungsprogramm mit Workshops und Fortbildungswochenenden wurden bereits etliche Studenten ausgebildet. Von den ehemaligen Mitgliedern arbeiten einige mittlerweile f\u00fcr gro\u00dfe Sendanstalten wie dem BR oder SWR. Technisch begann der Sendebetrieb als DRM-Kurzwellenradio auf der Ur-Frequenz 15,896 MHz. Seitdem haben sich die \u00dcbertragungswege umfassend weiterentwickelt. Heute ist funklust \u00fcber Web-Stream oder \u00fcber DAB+ (181,936 MHz, Band 6A) im Raum Erlangen empfangbar. Au\u00dferdem wird noch immer digital per DRM (DRM-AM 15,785 MHz und DRM-FM 87,9 MHz) und analog via \u201cLittle Joe\u201d auf Mittelwelle (1485 kHz) gesendet. Die Sendungen funklust auftakt und funklust mischpult empf\u00e4ngt man zudem \u00fcber die N\u00fcrnberger UKW-Frequenz von max neo (106,5 MHz).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Campusmedien funklust an der Friedrich-Alexander-Universit\u00e4t Erlangen-N\u00fcrnberg d\u00fcrften weltweit zu den Radiosendern mit den vielf\u00e4ltigsten \u00dcbertragungswegen z\u00e4hlen. Vor kurzem hat einer der digitalen Sendewege eine Verj\u00fcngungskur bekommen: funklust in Digital Radio Mondiale (DRM) \u00fcber Kurzwelle ist jetzt mit neuem, modernem Sender on-air.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":7278,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[111],"tags":[399,318,508,366,328,339,408],"class_list":["post-7240","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-produkte-technologien","tag-contentserver-de","tag-dab-de","tag-digital-radio-de","tag-digitalradio-de","tag-drm-de","tag-ewf-de","tag-journaline-de"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.audioblog.iis.fraunhofer.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7240"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.audioblog.iis.fraunhofer.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.audioblog.iis.fraunhofer.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.audioblog.iis.fraunhofer.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.audioblog.iis.fraunhofer.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7240"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.audioblog.iis.fraunhofer.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7240\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7242,"href":"https:\/\/www.audioblog.iis.fraunhofer.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7240\/revisions\/7242"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.audioblog.iis.fraunhofer.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/7278"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.audioblog.iis.fraunhofer.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7240"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.audioblog.iis.fraunhofer.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7240"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.audioblog.iis.fraunhofer.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7240"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}