{"id":7033,"date":"2021-08-05T17:16:56","date_gmt":"2021-08-05T15:16:56","guid":{"rendered":"https:\/\/websites.fraunhofer.de\/audioblog\/?p=7033"},"modified":"2021-08-05T17:16:56","modified_gmt":"2021-08-05T15:16:56","slug":"fraunhofer-immersive-panner","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.audioblog.iis.fraunhofer.com\/de\/fraunhofer-immersive-panner","title":{"rendered":"Live und objektbasiert 3D-Sound gestalten mit dem Fraunhofer Immersive Panner"},"content":{"rendered":"<p><strong>Das Fraunhofer IDMT und das Fraunhofer IIS<\/strong> <strong>haben den<\/strong> <strong>Fraunhofer Immersive Panner entwickelt. Damit sind 3D-Audioproduktionen f\u00fcr Liveanwendungen mit herk\u00f6mmlichen Produktionswerkzeugen m\u00f6glich<\/strong><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>F\u00fcr die Live-Produktion von Audioinhalten, sei es f\u00fcr Rundfunk oder Streaming, ben\u00f6tigt man nicht nur spezielles Know-How, sondern auch absolut zuverl\u00e4ssiges und st\u00f6rungsfreies Equipment. Doch nicht jede Audiokonsole in der Liveproduktion verf\u00fcgt schon \u00fcber einen f\u00fcr 3D-Audioproduktionen erforderlichen 3D-Panner. Um nun auch Produktionsh\u00e4usern, die mit Konsolen f\u00fcr Stereo- oder 5.1-Surround Produktionen ausgestattet sind, die Gestaltung von 3D-Audio zu erm\u00f6glichen, haben das Fraunhofer-Institut f\u00fcr Integrierte Schaltungen IIS und das Fraunhofer-Institut f\u00fcr Digitale Medientechnologie IDMT den Fraunhofer Immersive Panner (FIP) entwickelt. Basierend auf der bew\u00e4hrten SpatialSound Wave Technologie des Fraunhofer IDMT, die sich auf die Produktion und Wiedergabe von objektbasierten Klanginstallationen f\u00fcr Theater und Entertainment fokussiert, wurde das System von Fraunhofer IIS und IDMT an die Anwendung f\u00fcr den Live-Rundfunk angepasst. Hierf\u00fcr wurden speziell \u00c4nderungen an der Benutzeroberfl\u00e4che vorgenommen und Schnittstellen zu g\u00e4ngiger Produktionsinfrastruktur hinzugef\u00fcgt.<\/p>\n<p><strong>Die flexible und modulare L\u00f6sung <\/strong><\/p>\n<p>Der FIP besteht aus einer flexiblen Hardwarel\u00f6sung mit vielseitigen M\u00f6glichkeiten f\u00fcr Audioschnittstellen, sei es MADI oder Audio over IP (AoIP). Er erm\u00f6glicht das dreidimensionale Panning von bis zu 64 Audioobjekten und ein Rendering auf bis zu 32 Ausgangskan\u00e4le. Die gepannten Audiosobjekte k\u00f6nnen sowohl f\u00fcr immersive Lautsprechersysteme als auch binaural f\u00fcr Stereokopfh\u00f6rer gerendert werden. Im 3D-Panner l\u00e4sst sich eine Vielzahl von Lautsprecher-Setups erstellen. Hierf\u00fcr stehen Presets zur Verf\u00fcgung, die auch beliebig angepasst werden k\u00f6nnen. Dabei bietet der FIP die M\u00f6glichkeit, neben klassischem 5.1 auch 3D-Audio Formate wie 5.1+2H, 5.1+4H oder 22.2 in der Liveproduktion zu erstellen. Erweiterte Einstellm\u00f6glichkeiten wie adaptives Bassmanagement oder individuelle Limiter f\u00fcr Ausgangskan\u00e4le erlauben es, in Echtzeit eine 3D-Audio-Mischung zu erzeugen. Die browserbasierte, intuitiv gestaltete Bedienoberfl\u00e4che ist plattformunabh\u00e4ngig und l\u00e4sst sich dank des modularen Aufbaus flexibel an individuelle Bed\u00fcrfnisse und spezielle Produktionssituationen anpassen. Das Endger\u00e4t zur Bedienung ist frei w\u00e4hlbar. Greift man zum Beispiel \u00fcber ein Tablet auf den FIP zu, erh\u00e4lt man eine Bedienoberfl\u00e4che mit Multi-Touch-Funktionalit\u00e4t. Der FIP kann \u00fcber IP und Webinterface remote bedient werden. So k\u00f6nnen mehrere Personen gleichzeitig von \u00fcberall auf der Welt an einer gemeinsamen immersiven Mischung arbeiten. Gerade in Zeiten von Corona und dem Trend zu Remote-Produktionen kann das Mischen von einem beliebigen Ort aus zur personellen Entzerrung vor Ort beitragen und zudem das Reisebudget schonen.<\/p>\n<p><strong>Einfache Bedienung und optimale Anpassung<\/strong><\/p>\n<p>In Kombination mit einer MPEG-H-Audio Authoring and Monitoring Unit kann aus dem 3D-Klang eine vollst\u00e4ndige, objektbasierte und interaktive MPEG-H-Audioszene definiert werden. Auf dem Nutzerinterface wird der dreidimensionale Raum aus der Perspektive der Produzierenden definiert. Darin werden einzelne Audioobjekte angelegt und positioniert. Den einzelnen Objekten oder Gruppen k\u00f6nnen Klangeigenschaften ebenso wie individuelle Icons und Farben zugewiesen werden. So beh\u00e4lt man auch bei komplexen Produktionen einfach den \u00dcberblick \u00fcber einzelne Akteure oder Gruppen. Alle Einstellungen k\u00f6nnen im Vorfeld einer Produktion erstellt, gespeichert und aufgerufen werden. W\u00e4hrend der Live\u00fcbertragung k\u00f6nnen die Audioobjekte im 3D-Raum verschoben und \u00fcber ein innovatives Panningkonzept positioniert werden. Damit kann beispielsweise durch das Nachverfolgen der B\u00fchnendynamik ein h\u00f6chst realit\u00e4tsnahes H\u00f6rerlebnis entstehen. F\u00fcr die besonders nutzerfreundliche Bedienung lassen sich dabei bestimmte Parameter fixieren, zum Beispiel die Entfernung eines Audioobjekts vom Boden. So wird mit dem FIP die intuitive Produktion von 3D-Audioinhalten mit bestehenden Infrastrukturen erm\u00f6glicht.<\/p>\n<p>Titelbild: \u00a9lisegagne \u2013 stock.adobe.com; Fraunhofer IIS<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Fraunhofer IDMT und das Fraunhofer IIS haben den Fraunhofer Immersive Panner entwickelt. 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