{"id":6478,"date":"2021-01-21T16:00:15","date_gmt":"2021-01-21T14:00:15","guid":{"rendered":"https:\/\/websites.fraunhofer.de\/audioblog\/?p=6478"},"modified":"2021-01-21T16:57:50","modified_gmt":"2021-01-21T14:57:50","slug":"mas-erweiterung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.audioblog.iis.fraunhofer.com\/de\/mas-erweiterung","title":{"rendered":"Wichtige Erweiterung der MPEG-H Authoring Suite"},"content":{"rendered":"<p><strong>Im letzten Jahr wurde der erste Schritt zum <a href=\"https:\/\/www.audioblog.iis.fraunhofer.com\/de\/mpegh-authoring-suite\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Ausbau des erfolgreichen Fraunhofer Tools<\/a> MPEG-H Authoring Plug-in (MHAPi) zur <a href=\"https:\/\/www.iis.fraunhofer.de\/de\/ff\/amm\/dl\/software\/mhapi.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">MPEG-H Authoring Suite (MAS)<\/a> gemacht. Nun erh\u00e4lt dieses Software-Paket zwei weitere Komponenten, die zahlreichen Audio-Professionals helfen werden, mehr Inhalte in MPEG-H zu erzeugen. Im Interview erkl\u00e4rt der Fraunhofer Audio-Experte Philipp Eibl, warum das MPEG-H Conversion Tool (MCO) und der MPEG-H Production Format Player (MPF-Player) so wichtig sind.<\/strong><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><strong><em>Philipp, was konnten Nutzer bisher mit der MPEG-H Authoring Suite machen?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Mit dem Release der MAS 3.5 hatten wir dem MPEG-H Authoring Plug-in bereits ein weiteres Werkzeug zur Seite gestellt, das MPEG-H Authoring Tool (MHAT). Damit war zum einen erstmals MPEG-H Authoring au\u00dferhalb einer Digital Audio Workstation m\u00f6glich und zum anderen auch der Import von MPF- (MPEG-H Production Format) und BWF\/ADM-Dateien (Broadcast Wave Format\/Audio Definition Model). Diese k\u00f6nnen in MHAT sowohl wiedergegeben als auch editiert werden.<\/p>\n<p>Mit der MAS 3.6 erg\u00e4nzen wir den Werkzeugkasten um weitere wesentliche Funktionen, die die Produktion f\u00fcr MPEG-H so einfach und bequem wie m\u00f6glich machen.<\/p>\n<p><em><strong>Wie muss man sich das genau vorstellen?<\/strong> <\/em><\/p>\n<p>Mit MHAT in der Version 3.5 konnten wir erstmals ein Tool zur Wiedergabe von MPF- und BWF\/ADM-Exporten frei verf\u00fcgbar machen. Dieses kann allerdings nur Audio wiedergeben. Mit dem MPF-Player haben wir jetzt eine L\u00f6sung im Programm, die Qualit\u00e4tskontrolle von Video + MPF (etwa in einem MOV- oder mp4-Container) einfach per Drag and Drop m\u00f6glich macht.<\/p>\n<p>Das MPEG-H Conversion Tool erleichtert den Austausch von Produktionen, unabh\u00e4ngig davon, mit welchem Tool der urspr\u00fcngliche Export erzeugt wurde. Damit stellt es eine wichtige Schaltstelle dar, die verschiedene Next Generation Audio (NGA) Formate zusammenf\u00fchren kann.<\/p>\n<p><strong><em>Was genau macht das MPEG-H Conversion Tool?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Das MPEG-H Conversion Tool wandelt verschiedene Profile des offenen NGA-Standards BWF\/ADM in das umfangreiche MPEG-H BWF\/ADM oder unser MPEG-H Production Format. Bei beiden Zielformaten handelt es sich um PCM-Audio mit einem vielseitig nutzbaren Satz an Metadaten. Diese umfassen beispielsweise Positionen von Audioobjekten, Eigenschaften von MPEG-H Presets, oder Lautheitsinformationen.<\/p>\n<p>Der gro\u00dfe Vorteil f\u00fcr AnwenderInnen: Es ist nun ganz einfach m\u00f6glich, auch BWF\/ADM-Dateien, die z.B. mit der Dolby Atmos Production Suite erstellt wurden, in das MPEG-H BWF\/ADM zu \u00fcbertragen und in einer MPEG-H basierten Umgebung weiter zu verwenden.<\/p>\n<p>Damit haben ToningenieurInnen die gr\u00f6\u00dftm\u00f6gliche Freiheit bei der Wahl ihrer Produktionstools, ohne sich Gedanken \u00fcber m\u00f6gliche Inkompatibilit\u00e4ten im Verbreitungsweg machen zu m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Egal, ob am Ende der Kette ein Musikstreamingdienst oder ein TV-Sender steht.<\/p>\n<p><strong><em>Wie kann man den MPF Player nutzen?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Der MPF-Player erm\u00f6glicht die Qualit\u00e4tskontrolle von AV-Inhalten mit Audio im MPF Format \u2013 einfach per Drag and Drop. NutzerInnen k\u00f6nnen so bequem das MPEG-H Authoring und m\u00f6gliche Interaktivit\u00e4tsoptionen testen oder die synchrone Lage von Bild und Ton \u00fcberpr\u00fcfen.<\/p>\n<p>Auf der Videoseite unterst\u00fctzt der Player viele g\u00e4ngige Formate, wie unterschiedliche ProRes 422 Varianten, oder H.264 \u2013 jeweils mit Audio im MPEG-H Production Format auf der Tonspur.<\/p>\n<p>So kann schnell und einfach die Qualit\u00e4t der Produktion sichergestellt werden, bevor das Material encodiert oder an einen Kunden weitergereicht wird.<\/p>\n<p><strong><em>Philipp, was ist dein Background und was ist deine Aufgabe am Fraunhofer IIS?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Bevor ich vor drei Jahren ans Fraunhofer IIS gekommen bin, habe ich Multimedia Art und Medientechnik\/-produktion studiert, jeweils mit dem Fokus auf Audio. Danach habe ich einige Jahre beim Bayerischen Rundfunk in M\u00fcnchen gearbeitet.<\/p>\n<p>Hier am Institut bin ich Teil des SoundLab Teams. Wir stellen in vielen Belangen ein Bindeglied dar, zwischen unseren WissenschaftlerInnen bzw. EntwicklerInnen und der \u201eAu\u00dfenwelt\u201c, wie etwa Rundfunkanstalten und ProduzentInnen. Au\u00dferdem erstellen wir auch selbst Inhalte und k\u00fcmmern uns um die Infrastruktur unserer Schallabore, um nur ein paar Aufgabenfelder zu nennen.<\/p>\n<p>Als ein Schwerpunkt meiner Arbeit hat sich in den letzten Jahren die Besch\u00e4ftigung mit MPEG-H Post-Production Tools herauskristallisiert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im letzten Jahr wurde der erste Schritt zum Ausbau des erfolgreichen Fraunhofer Tools MPEG-H Authoring Plug-in (MHAPi) zur MPEG-H Authoring Suite (MAS) gemacht. Nun erh\u00e4lt dieses Software-Paket zwei weitere Komponenten, die zahlreichen Audio-Professionals helfen werden, mehr Inhalte in MPEG-H zu erzeugen. 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