{"id":4832,"date":"2019-09-06T12:00:05","date_gmt":"2019-09-06T10:00:05","guid":{"rendered":"https:\/\/websites.fraunhofer.de\/audioblog\/?p=4832"},"modified":"2020-01-07T14:41:28","modified_gmt":"2020-01-07T12:41:28","slug":"fraunhoferiis-contentserver-r7-dab-drm","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.audioblog.iis.fraunhofer.com\/de\/fraunhoferiis-contentserver-r7-dab-drm","title":{"rendered":"Fraunhofer IIS ContentServer R7 Head-End-Technologie f\u00fcr Digitalradio DAB+ und DRM ab sofort verf\u00fcgbar"},"content":{"rendered":"<p><strong>Ab sofort ist die Fraunhofer ContentServer-Technologie, die hinter vielen professionellen Rundfunk-L\u00f6sungen f\u00fcr DAB+ und DRM (Digital Radio Mondiale) steckt, in der neuesten Version R7 bei den Fraunhofer-OEM-Partnern verf\u00fcgbar. Mit dem neuen DAB+\/DRM ContentServer R7 k\u00f6nnen Rundfunkveranstalter Audioinhalte und attraktive Datendienste wie gewohnt problemlos auf Sendung bringen und gleichzeitig von den neuesten Standard-Upgrades und einer Reihe neuer Features profitieren.<\/strong><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Die neuen Funktionalit\u00e4ten im ContentServer R7 umfassen unter anderem <strong>automatische Lautheits-Normalisierung und -Monitoring<\/strong> sowie zus\u00e4tzliche <strong>Schnittstellen f\u00fcr IP-basierte Audiostreaming-Quellen<\/strong>.<\/p>\n<p>Die internen Audio-Encoder des ContentServers unterst\u00fctzen ab sofort Lautheits-Normalisierung. Diese verst\u00e4rkt das ankommende Audiosignal oder schw\u00e4cht es ab, um die Ziellautst\u00e4rke zu erreichen und zu halten, die in LUFS (Loudness Units relative to Full Scale) spezifiziert ist. Das Feature basiert auf der Fraunhofer Sonamic-Technologie und ist beispielsweise dazu da, die Lautheit bei allen Audioprogrammen innerhalb des generierten Multiplexes anzugleichen, oder auszugleichen wenn eine einzelne Audioquelle schwankende Lautst\u00e4rkelevel liefert.<\/p>\n<p>Die Eingangs-Schnittstellen f\u00fcr IP-basierte Audioquellen wurden um unkomprimierte Livewire-\/Ravenna-\/AES-67-basierte Audioquellen sowie Consumer-Streams (Icecast\/SHOUTcast) erweitert. Der ContentServer kann au\u00dferdem als Endpunkt f\u00fcr RTP-basierte Audiobr\u00fccken agieren, um komprimierte (z.B. AAC) oder unkomprimierte Audiostreams ohne Zusatzhardware zu empfangen. Audio Level Monitoring, sowie das Anh\u00f6ren von Audioquellen \u00fcber Fernzugriff mittels HTML5-Browser und Stille-\/Clipping-Erkennung werden unterst\u00fctzt. Leistungsstarke Concealment-Algorithmen minimieren die Auswirkungen von Paketverlusten im Netzwerk.<\/p>\n<p>Die folgenden neuen Features sind ebenfalls im ContentServer R7 enthalten:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Interaktiver grafischer Systemstatus-\u00dcberblick<\/strong> mit direkten Links zur relevanten Dokumentation, den Log-Files und Editoren.<\/li>\n<li><strong>EWF mit CAP-Import<\/strong>: EWF (Emergency Warning Functionality), das Fr\u00fchwarnsystem f\u00fcr DAB und DRM, sendet im Katastrophenfall Alarmsignale sowie ein Notfallprogramm, das aus einer Audio-Ansage und mehrsprachigen Journaline Textinhalten besteht. Das standardisierte Common Alerting Protocol (CAP) oder seine Pendants, wie das deutsche Modulare Warnsystem (MoWaS), werden genutzt, um Warnungen von einer zentralen Beh\u00f6rde zu den Rundfunkanstalten zu \u00fcbermitteln. Ab Version R7 verf\u00fcgt der Fraunhofer ContentServer nativ \u00fcber eine CAP Import-Schnittstelle und erstellt daraus automatisch EWF-Alarmmeldungen und EWF-Programminhalte f\u00fcr DAB\/DRM-\u00dcbertragungen.<\/li>\n<li><strong>JSON\/XML RPC-Management und Daten-Schnittstellen<\/strong>: JSON (JavaScript Object Notation)\/XML (Extensible Markup Language)-basierte Remote Procedure Calls (RPC) erm\u00f6glichen modernes Konfigurieren und Monitoring, sowie die Zuspielung von Inhalten wie Dynamic Label\/Text Messages, Journaline-Textseiten und Slideshow-Bildern.<\/li>\n<li><strong>Audio-Kreuzredundanz<\/strong>: Die neue \u201cSmart Silence Detection\u201d-Technologie sorgt daf\u00fcr, dass alle ContentServer einer Redundanzgruppe valide Multiplexe ausgeben, sogar wenn eine Live-Audioquelle ausfallen sollte. Dieses neue Feature erweitert das existierende <strong>Backup Audio Encoding<\/strong>, mit dem Backup-Audioquellen wie etwa vorab hochgeladene Playlisten als \u201cLast Resort\u201c bei ausfallenden Live-Audio-Inputs definiert werden k\u00f6nnen.<\/li>\n<li><strong>EDI-Switch f\u00fcr DAB<\/strong>: Diese integrierte Funktionalit\u00e4t stellt sicher, dass alle Systeme in einer ContentServer-Redundanzgruppe den identischen Multiplex-Datenstrom an die nachgeschalteten Ger\u00e4te \u00fcber EDI (Protokoll f\u00fcr die Daten\u00fcbertragung vom DAB-Multiplexer zum DAB-Modulator\/Transmitter) ausgeben.<\/li>\n<li><strong>Lokalisierter Multiplex-Output<\/strong>: Erm\u00f6glicht es, mehrere Small-Scale-DAB-Multiplexe mit einem einzigen ContentServer zu generieren, was besonders kosteng\u00fcnstige DAB-Installationen erm\u00f6glicht.<\/li>\n<li><strong>Automatische Zusammenstellungen der zuletzt gespielten Musikst\u00fccke als Journaline-Seite<\/strong>: die Auflistung der zuletzt gespielten Lieder und Interpreten wird dabei aus der Dynamic Label Plus-Information gewonnen.<\/li>\n<li><strong>DAB V2.1.1-Konformit\u00e4t<\/strong>: Vollst\u00e4ndiger Support der beiden DAB(+)-Versionen V1.4.1 und V2.1.1 inklusive OE (Other Ensembles)-Announcements und Test (OE)-Alarm-Announcements, sowie Service Component Information (SCI) Signalisierung. Passend dazu sind ab sofort auch die Software Defined Radio (SDR)-basierten DAB-Empfangsl\u00f6sungen von Fraunhofer DAB 2.1.1-konform.<\/li>\n<li><strong>Stream-Monitoring<\/strong>: Werkzeuge zum Analysieren und \u00dcberwachen von eingehenden Audiostreams.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die ContentServer R7-Technologie ist bei Fraunhofers OEM-Partnern in deren Head-End-L\u00f6sungen f\u00fcr die Digitalradio-Standards DAB+ und DRM, sowie zum Entwickeln und Testen von Radioempf\u00e4ngern erh\u00e4ltlich. Die OEM-Partner bieten au\u00dferdem Hardware und Unterst\u00fctzung bei der Integration in virtuelle und Cloud-basierte Umgebungen, sowie Support-Dienstleistungen an.<\/p>\n<p>Besucher der IBC k\u00f6nnen vom 13. bis 17. September 2019 die neuen Funktionen des ContentServer R7 am Fraunhofer-Stand B.80 in Halle 8 im RAI-Messezentrum in Amsterdam, sowie an den St\u00e4nden der OEM-Partner kennenlernen:<\/p>\n<ul>\n<li>RFmondial \u2013 Halle 8, Stand A.43 und Stand C.49<\/li>\n<li>IZT \u2013 Halle 8, Stand A.68<\/li>\n<li>Nautel \u2013 Halle 8, Stand C.49<\/li>\n<li>Plisch \u2013 Halle 8, Stand D.32<\/li>\n<li>GatesAir \u2013 Halle 8, Stand D.60<\/li>\n<li>AVT \u2013 Halle 8, Stand E.76<\/li>\n<li>Dimetis \u2013 Halle 1, Stand B.30<\/li>\n<li>Gospell \u2013 Halle 3, Stand C.67<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>\u00dcber die Fraunhofer ContentServer-Technologie<\/strong><\/p>\n<p>Der Fraunhofer ContentServer kombiniert interne Audiocodierung (einschlie\u00dflich MPEG xHE-AAC Audiocodierung f\u00fcr DRM, und der Definition von Backup-Audioquellen), die Unterst\u00fctzung externer Audio-Encoder und das Multimedia-Daten-Management mit der Erstellung des Multiplexes sowie leistungsstarke Redundanz-Funktionen. Die benutzerfreundliche Web-Oberfl\u00e4che erlaubt die Fern-Konfiguration und -\u00dcberwachung des Systems (ContentServer-as-a-Service-Konzept). Die Technologie erm\u00f6glicht eine nahtlose Integration in Sendeumgebungen jeder Gr\u00f6\u00dfe dank ihrer Flexibilit\u00e4t und der vorkonfigurierten Unterst\u00fctzung einer gro\u00dfen Anzahl von Schnittstellen f\u00fcr die Zuf\u00fchrung von Audio- und Multimedia-Inhalten.<\/p>\n<p>Die Unterst\u00fctzung von STI-C und xSTI-C (Extended STI-C von Fraunhofer) in DAB+-Netzwerken erm\u00f6glicht moderne und flexible Setups sowie dynamische Rekonfigurationen, bei denen ein Service-Multiplexer genutzt wird, um \u00fcbergreifende Inhalte f\u00fcr regionale oder lokale Multiplexe bereitzustellen.<\/p>\n<p>Der ContentServer unterst\u00fctzt alle standardisierten DAB+ und DRM-Datendienste wie Text Messages\/Dynamic Label und Dynamic Label Plus (DL+), Journaline, Slideshow, SPI\/EPG einschlie\u00dflich \u00dcbertragung des Senderlogos, sowie EWF. Zus\u00e4tzlich ist es m\u00f6glich, propriet\u00e4re Daten in verschiedenen Ebenen des DAB-\/DRM-Protokollstacks einzuf\u00fcgen. Alle hochgeladenen Daten werden gepr\u00fcft und nur dann gesendet, wenn sie erfolgreich verifiziert wurden.<\/p>\n<p>Das System wird \u00fcblicherweise im Studio, in der Sendezentrale, am Sender-Standort oder im Rechenzentrum eines Netzwerkproviders betrieben und kann per Fernzugriff konfiguriert und gewartet werden. Das Audio- und Multimedia-Content-Monitoring \u00fcbernimmt der DAB\/DRM MultimediaPlayer, der beispielsweise auf einem zentralen Windows- oder Linux-PC l\u00e4uft und per Fernzugriff von jedem Arbeitsplatz-PC aus \u00fcber einen HTML5-Webbrowser erreichbar ist. Am anderen Ende der Sendekette k\u00f6nnen Hersteller von Empfangsger\u00e4ten mit der \u201cDeveloper Edition\u201d des ContentServer nahezu 100% der DAB-Funktionalit\u00e4t testen. Dazu geh\u00f6ren etwa Signalisierung, Datendienste und Konfiguration f\u00fcr Audio und Multiplex.<\/p>\n<p>Mehr \u00fcber die Fraunhofer ContentServer-Technologie: <a href=\"https:\/\/www.iis.fraunhofer.de\/de\/ff\/amm\/rundfunk-streaming.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">www.iis.fraunhofer.de\/broadcast<\/a><\/p>\n<p>Titelbild: \u00a9 Fraunhofer IIS<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ab sofort ist die Fraunhofer ContentServer-Technologie, die hinter vielen professionellen Rundfunk-L\u00f6sungen f\u00fcr DAB+ und DRM (Digital Radio Mondiale) steckt, in der neuesten Version R7 bei den Fraunhofer-OEM-Partnern verf\u00fcgbar. 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