{"id":2573,"date":"2016-05-10T14:00:59","date_gmt":"2016-05-10T12:00:59","guid":{"rendered":"https:\/\/websites.fraunhofer.de\/iis_audioblog?p=2573"},"modified":"2019-04-17T16:13:16","modified_gmt":"2019-04-17T14:13:16","slug":"fraunhofer-preis-digitalradio","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.audioblog.iis.fraunhofer.com\/de\/fraunhofer-preis-digitalradio","title":{"rendered":"Fraunhofer-Preis 2016: Digitalradio f\u00fcr die Welt"},"content":{"rendered":"<p><iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.youtube-nocookie.com\/embed\/B_k9e1DzmSE?rel=0\" width=\"620\" height=\"349\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><br \/>\nHinweis: Mit dem Starten des Videos werden Daten an Youtube \u00fcbertragen.<\/p>\n<p>Auch dieses Jahr gewinnt ein Team des Fraunhofer IIS den Joseph-von-Fraunhofer Preis. F\u00fcr die Entwicklung von Digitalradiotechnologien und deren erfolgreiche Markteinf\u00fchrung werden Alexander Zink, Max Neuendorf und Martin Speitel heute Abend mit dem Forschungspreis ausgezeichnet.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Mit Digitalradio geh\u00f6ren rauschende und knarzende Radiosendungen der Vergangenheit an. Durch neue Technologien des Fraunhofer IIS in Erlangen ersetzt es weltweit Kurz- und Mittelwellensender, und auch die lokale UKW-Versorgung wird digital. H\u00f6rer erhalten einen klaren Empfang, mehr Programmvielfalt und per Datendienst zus\u00e4tzliche Informationen \u2013 und das ohne kostenpflichtige Internetverbindung.<\/p>\n<p>Ein h\u00e4ufiges Missverst\u00e4ndnis m\u00f6chte Alexander Zink, Forscher am Fraunhofer-Institut f\u00fcr Integrierte Schaltungen IIS, ausr\u00e4umen: \u00bbDigitalradio funktioniert wie UKW-Radio terrestrisch per Funk, allerdings mit besserer Qualit\u00e4t, mehr Vielfalt und neuartigen Zusatzangeboten. Es ist unabh\u00e4ngig vom Internet und damit kostenfrei von jedem zu empfangen.\u00ab Gemeinsam mit Martin Speitel, Max Neuendorf und einem gro\u00dfen Team entwickelte er die notwendigen Basistechnologien sowie Sende- und Empfangssysteme f\u00fcr Digitalradio-Anwendungen. Diese Technologien werden heute weltweit in nahezu allen digitalen Radiosystemen eingesetzt.<\/p>\n<p><strong>Digitalradio bereits weltweit etabliert<\/strong><\/p>\n<p>In den meisten europ\u00e4ischen Staaten geh\u00f6rt Digitalradio bereits zum Alltag. Etliche Schwellenl\u00e4nder planen derzeit die Umstellung vom analogen Kurz- und Mittelwellenradio auf das Digitalradio, und auch die Digitalisierung der lokalen UKW-Versorgungen ist im Gange \u2013 Indien geh\u00f6rt dabei zu den Vorreitern und ist auf dem Weg zum gr\u00f6\u00dften Digitalradio-Markt der Welt.<\/p>\n<p>Dabei bietet die neuartige Technologie sowohl f\u00fcr Radioh\u00f6rer als auch f\u00fcr Produzenten und Radiosender wesentliche Vorteile, die nicht nur eine bessere Audioqualit\u00e4t betreffen. Durch den Datendienst Journaline etwa kann der Zuh\u00f6rer Textinhalte wie Nachrichten, Wetter oder Stau- und Flughafeninformationen direkt auf seinem Radioempf\u00e4nger gezielt nachlesen. \u00bbAuch im Zeitalter des Internets werden Radiosysteme immer das zuverl\u00e4ssigste Verbreitungsmedium f\u00fcr Nachrichten oder Notfall-Alarmierungen sein. Insbesondere in L\u00e4ndern mit schlechter bis keiner Internetversorgung erm\u00f6glichen die neuen Systeme den kostenfreien und breitfl\u00e4chigen Zugang zu Information und Bildung\u00ab, betont Alexander Zink die politische Dimension der Fraunhofer-Entwicklung.<\/p>\n<p>Auch f\u00fcr die Rundfunkanstalten bietet Digitalradio Vorteile. Durch die effizientere \u00dcbertragung der Programme l\u00e4sst sich einerseits Energie bei der Ausstrahlung und damit Geld sparen und andererseits eine gr\u00f6\u00dfere Anzahl von Programmen aussenden. Von diesem Vorteil profitiert zum Beispiel der \u00f6ffentlich-rechtliche Sender Deutschlandradio seit mehreren Jahren. \u00bbEs gibt nicht ausreichend UKW-Frequenzen. Nur durch die digitale Verbreitung k\u00f6nnen wir die ganze Bundesrepublik abdecken\u00ab, betont Deutschlandradio-Intendant Dr. Willi Steul.<\/p>\n<p><strong>Technologien f\u00fcr die gesamte Sendekette<\/strong><\/p>\n<p>Die Wissenschaftler des IIS entwarfen Technologien und Komponenten entlang der gesamten Sendekette des Digitalradios. Dazu z\u00e4hlen sowohl neuartige Audiocodier-Verfahren als auch Server-L\u00f6sungen f\u00fcr die Codierung und Erstellung der Digitalradio-Sendesignale sowie Softwarekomponenten f\u00fcr Wiedergabeger\u00e4te. Die in MPEG standardisierten Audiocodecs xHE-AAC und HE-AAC verarbeiten Daten intelligent, so dass sich die Menge drastisch verringert, w\u00e4hrend die Qualit\u00e4t erhalten bleibt. \u00bbDiese Codecs bilden die Grundlage f\u00fcr die gute Klangqualit\u00e4t des Digitalradios. Bei der Entwicklung halfen uns die Erfahrungen mit mp3 und den Nachfolgeverfahren sehr\u00ab, sagt Max Neuendorf, Gruppenleiter des Audio- und Sprachcodierungs-Teams am IIS. F\u00fcr den Empfang und die Wiedergabe von Digitalradio wurden neue Softwareanwendungen f\u00fcr Endger\u00e4te entwickelt, \u00bbdamit das Signal, das man \u00fcber die Antenne in digitaler Form empf\u00e4ngt, wieder komplett zur\u00fcckgerechnet wird in eine h\u00f6rbare Form, so wie man es von jedem konventionellen Radio kennt. Dank unserer flexiblen L\u00f6sung k\u00f6nnen Radio- und Chipsatz-Hersteller sehr einfach eine Vielzahl von Digitalradiostandards parallel unterst\u00fctzen\u00ab, erl\u00e4utert Martin Speitel, Projektleiter Software Defined Radio am IIS. Und auch f\u00fcr Rundfunkanstalten lie\u00dfen sich die Wissenschaftler eine leicht zu bedienende L\u00f6sung einfallen: \u00bbUnsere ContentServer-Technologie ist heute eine der am h\u00e4ufigsten eingesetzten L\u00f6sungen, die alle Einzelkomponenten wie Audiocodierung, Datendienste- und Signalisierungs-Management und die Multiplex-Erstellung in einem Ger\u00e4t zusammenf\u00fchrt. Damit k\u00f6nnen Rundfunkveranstalter und Netzbetreiber die Digitalradio-Sendesignale extrem einfach konfigurieren und den gesamten Funktionsumfang des Digitalradios aussch\u00f6pfen\u00ab, erkl\u00e4rt Alexander Zink, der am IIS f\u00fcr die weltweite Standardisierung und Marktentwicklung des digitalen Radios verantwortlich ist.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Entwicklung der Grundlagen des Digitalradios und der Weiterf\u00fchrung bis zum Marktdurchbruch erhalten Alexander Zink, Martin Speitel und Max Neuendorf stellvertretend f\u00fcr das gesamte Entwicklerteam den Joseph-von-Fraunhofer-Preis 2016. Die Jury w\u00fcrdigt damit \u00bbdie kontinuierliche Weiterentwicklung der Basistechnologie und das Besetzen von Standards in diesem Bereich. \u00dcber mehrere Jahre hinweg konnte das Fraunhofer IIS hier immer wieder Fortschritte und Durchbr\u00fcche erzielen.\u00ab<\/p>\n<p>Auch im letzten Jahr ging ein Fraunhofer-Preis an Entwickler des Bereichs Audio &amp; Multimedia des Fraunhofer IIS: <a href=\"https:\/\/www.audioblog.iis.fraunhofer.com\/de\/fraunhofer-preis-cingo-symphoria\/\">&#8222;Der Konzertsaal zum Mitnehmen&#8220;<\/a><\/p>\n<figure id=\"attachment_3279\" aria-describedby=\"caption-attachment-3279\" style=\"width: 683px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a class=\"gridlove-popup-img\" href=\"https:\/\/www.audioblog.iis.fraunhofer.com\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/IIS-DigitalradiofuerdieWeltBild_800-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-3279\" src=\"https:\/\/www.audioblog.iis.fraunhofer.com\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/IIS-DigitalradiofuerdieWeltBild_800-1-683x1024.jpg\" alt=\"Joseph-von-Fraunhofer-Preis 2016: Alexander Zink, Martin Speitel, Max Neuendorf vom Fraunhofer IIS (vlnr)\" width=\"683\" height=\"1024\" srcset=\"https:\/\/www.audioblog.iis.fraunhofer.com\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/IIS-DigitalradiofuerdieWeltBild_800-1-683x1024.jpg 683w, https:\/\/www.audioblog.iis.fraunhofer.com\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/IIS-DigitalradiofuerdieWeltBild_800-1-200x300.jpg 200w, https:\/\/www.audioblog.iis.fraunhofer.com\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/IIS-DigitalradiofuerdieWeltBild_800-1-768x1152.jpg 768w, https:\/\/www.audioblog.iis.fraunhofer.com\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/IIS-DigitalradiofuerdieWeltBild_800-1-370x555.jpg 370w, https:\/\/www.audioblog.iis.fraunhofer.com\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/IIS-DigitalradiofuerdieWeltBild_800-1-270x405.jpg 270w, https:\/\/www.audioblog.iis.fraunhofer.com\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/IIS-DigitalradiofuerdieWeltBild_800-1-740x1110.jpg 740w, https:\/\/www.audioblog.iis.fraunhofer.com\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/IIS-DigitalradiofuerdieWeltBild_800-1.jpg 800w\" sizes=\"(max-width: 683px) 100vw, 683px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-3279\" class=\"wp-caption-text\">Joseph-von-Fraunhofer-Preis 2016:<br \/>Alexander Zink, Martin Speitel, Max Neuendorf vom Fraunhofer IIS (vlnr)<\/figcaption><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hinweis: Mit dem Starten des Videos werden Daten an Youtube \u00fcbertragen. 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