{"id":2537,"date":"2017-02-13T15:30:29","date_gmt":"2017-02-13T13:30:29","guid":{"rendered":"https:\/\/websites.fraunhofer.de\/iis_audioblog?p=2537"},"modified":"2020-01-03T18:35:45","modified_gmt":"2020-01-03T16:35:45","slug":"aktuelles-aus-der-welt-des-digitalradios","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.audioblog.iis.fraunhofer.com\/de\/aktuelles-aus-der-welt-des-digitalradios","title":{"rendered":"Zum Tag des Radios: Aktuelles aus der Welt des Digitalradios"},"content":{"rendered":"<p>Wussten Sie schon? Am heutigen 13. Februar wird zum inzwischen sechsten Mal der Welttag des Radios (http:\/\/www.diamundialradio.org\/?q=en) begangen. Ein guter Anlass, einen Blick auf aktuelle Entwicklungen bei der Verbreitung des Digitalradios zu werfen. In dem vergangene Woche ver\u00f6ffentlichten Digital Radio Report stellt die EBU fest, dass aktuell in Europa 1206 Radiostationen via DAB oder DAB+ senden, 369 davon sind ausschlie\u00dflich digital zu empfangen. Aber das ist bei Weitem nicht das Einzige, was sich in den letzten Wochen und Monaten in diesem Bereich getan hat.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Im DAB+ (https:\/\/www.worlddab.org\/) Land Deutschland etwa n\u00e4hern wir uns einer Einf\u00fchrung des Dienstes \u201eEmergency Warning Functionality (EWF)\u201c f\u00fcr digitales Radio. EWF ist ein Service, mit dem die Bev\u00f6lkerung innerhalb k\u00fcrzester Zeit zuverl\u00e4ssig und kosteng\u00fcnstig \u00fcber drohende Gefahren oder Katastrophen benachrichtigt werden kann und das auch weiterf\u00fchrende Informationen wie Verhaltenshinweise liefert. Dabei werden die Warnmeldungen und alle Zusatzinformationen beispielsweise \u00fcber Rundfunk-Encoder, die auf der Fraunhofer <a href=\"https:\/\/www.iis.fraunhofer.de\/de\/ff\/amm\/prod\/digirundfunk\/digirundf\/dabdmbcontentserver.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">DAB ContentServer<\/a> Technologie basieren, direkt in den Digitalradio-Multiplex eingespeist. Die digitalen Empfangsger\u00e4te schalten dann automatisch auf das Notfallprogramm um \u2013 sogar Ger\u00e4te, die sich im Standby-Modus befinden \u2013 und informieren \u00fcber die Gefahrensituation. Zus\u00e4tzlich werden auf dem Display weitere Informationen in verschiedenen Sprachen zur Verf\u00fcgung gestellt. Dadurch ist der Warndienst sowohl f\u00fcr Fremdsprachler als auch f\u00fcr Menschen mit H\u00f6rbehinderung nutzbar, und umfangreiche Informationen und Instruktionen werden f\u00fcr den gezielten Abruf direkt im Radioger\u00e4t bereitgestellt \u2013 ohne dass ein eventuell nicht mehr funktionsf\u00e4higer Internet-Zugang n\u00f6tig w\u00e4re.<\/p>\n<p>Generell steigt die Anzahl der DAB+ Programme mit Zusatzdiensten wie dem <a href=\"https:\/\/www.iis.fraunhofer.de\/de\/ff\/amm\/prod\/digirundfunk\/digirundf\/journaline.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Journaline<\/a> Text-Informationsdienst und Slideshow-Bildern europaweit an. Dadurch bietet Digitalradio f\u00fcr den H\u00f6rer immer mehr Nutzen und Mehrwert, zus\u00e4tzlich zu den bereits bekannten Vorteilen wie dem gr\u00f6\u00dferen Programmangebot, h\u00f6herer Klangqualit\u00e4t, stabileren Netzen, sowie Kosten- und Energieeinsparungen durch effizientere Frequenznutzung und geringere Sendeleistung.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend in Deutschland DAB+ und UKW bis auf Weiteres koexistieren, hat Norwegen als weltweit erstes Land am 11.1.2017 im Raum Bod\u00f8 den UKW-H\u00f6rfunk abgeschaltet. Mittlerweile wurde bereits in der zweiten Region die Ausstrahlung von analogem Radio beendet. Bis Dezember soll dieser Abschalt-Vorgang in ganz Norwegen abgeschlossen sein. F\u00fcr einen m\u00f6glichst reibungslosen \u00dcbergang wurde gesorgt: \u00fcber 99,5 Prozent der Fl\u00e4che Norwegens waren bis zum Januar 2017 technisch durch DAB+ mit digitalem Radio versorgt. Zahlen aus dem Oktober 2016 besagen, dass \u00fcber 70 Prozent der norwegischen Haushalte \u00fcber mindestens ein DAB+-Empfangsger\u00e4t verf\u00fcgen und 64 Prozent der Norweger t\u00e4glich Radio \u00fcber DAB+ h\u00f6ren.<\/p>\n<p>Das Ende von UKW steht auch in S\u00fcdtirol bevor. In der norditalienischen Provinz wurde k\u00fcrzlich von DAB auf DAB+ umgestellt und es werden mittlerweile 99,3 Prozent der Bev\u00f6lkerung mit Digitalprogrammen versorgt. Mit Ende 2017 ist die Abschaltung der ersten kleineren UKW-Sendeanlagen in S\u00fcdtirol geplant.<\/p>\n<p>In der Schweiz sieht es \u00e4hnlich aus: Hier liegt die Abdeckung inzwischen bei ca. 98 Prozent, weswegen eine UKW-Abschaltung schrittweise ab 2020 erfolgen soll.<\/p>\n<p>In anderen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern dagegen beginnt das digitale Radiozeitalter erst jetzt so richtig: In \u00d6sterreich hat die KommAustria im Januar 2017 nun erstmals H\u00f6rfunkfrequenzen f\u00fcr Digitalradio ausgeschrieben und in der Ukraine wurde k\u00fcrzlich beschlossen, ein Frequenzspektrum f\u00fcr DAB+ zur Verf\u00fcgung zu stellen.<\/p>\n<p>Frankreich ist bereits einen Schritt weiter: hier ist DAB+ bisher in den Gro\u00dfr\u00e4umen Paris, Marseille und Nizza verf\u00fcgbar, demn\u00e4chst kommen noch Lille, Lyon und Stra\u00dfburg dazu.<\/p>\n<p>Aber nicht nur im Bereich DAB+ ist in letzter Zeit viel vorangegangen, auch Digital Radio Mondiale (DRM) (http:\/\/www.drm.org\/) hat wieder gro\u00dfe Fortschritte gemacht \u2013 vor allem in Indien. Hier\u00fcber berichten wir kommende Woche in der Fortsetzung dieses Artikels.<\/p>\n<p>Titelbild: \u00a9 WorldRadioDay \/ UNESCO<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wussten Sie schon? Am heutigen 13. Februar wird zum inzwischen sechsten Mal der Welttag des Radios (http:\/\/www.diamundialradio.org\/?q=en) begangen. Ein guter Anlass, einen Blick auf aktuelle Entwicklungen bei der Verbreitung des Digitalradios zu werfen. 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